
Julien Lacroix, Les névés, col de la Seigne, 2024. © Julien Lacroix
Julien Lacroix, Alpages
Der Berg erscheint hier nicht als spektakuläres oder heroisches Terrain. Alpages interessiert sich im Gegenteil für Landschaften, die still bewohnt werden, geformt von der Zeit, den Jahreszeiten und den Weidenutzungen. Alpages ist ein Versuch, das zu betrachten, was bleibt: die unauffällige Schönheit des Alltäglichen, die Stille, die Aufmerksamkeit, das Detail. Die ersten Schneefälle auf bereits vom Kälte versengtem Gras, das abgenutzte Holz, die stillen Hänge, die vorüberziehenden Jahreszeiten. In diesen Landschaften liegt eine sanfte Melancholie. Etwas, das mit der Zeit, mit der Abnutzung, mit der Wiederholung zusammenhängt: der ferne Klang der Glocken, der Geruch des Taus, die letzten Firnfelder. Diese Bilder wollen nicht beeindrucken. Sie sind im Vorbeigehen aufgenommen, wie Notizen. Hier gibt es keine Eroberung. Nur die schlichte Schönheit der mittleren Höhenlagen.
Diese Ausstellung findet im Rahmen des Festivals PhotoSaintGermain statt. PhotoSaintGermain, veranstaltet im Herzen von Paris, im symbolträchtigen Viertel Saint-Germain-des-Prés, ist ein jährliches Festival zur Förderung des fotografischen Schaffens.
PhotoSaintGermain bietet einen kostenlosen und frei zugänglichen Ausstellungsrundgang durch eine Auswahl von Museen, Kulturzentren, Galerien und Buchhandlungen am linken Seine-Ufer. Dieser Rundgang zeigt ein anspruchsvolles und vielseitiges Programm der Partnergalerien sowie mehrere originale Ausstellungen und unveröffentlichte Projekte, die vom Festival konzipiert und produziert wurden.