DIE LETZTE HÜTERIN
Die Ausstellung versetzt den Besucher in eine Reise, auf der das Familienarchiv von fünf Generationen zum Boden einer kollektiven Erkundung wird.
Sabine Villiard, visuelle Künstlerin, ist die letzte Hüterin eines riesigen fotografischen Fundus, der seit fast zwei Jahrhunderten weitergegeben wird. Die Sammlung zeigt den Beitrag von fünf Generationen von Hobbyfotografen innerhalb seiner eigenen Familie.
Sabine Villiard hat ein monumentales visuelles Inventar erstellt. Jedes Klischee - ob Beweis, Relikt oder Puzzleteil - ist ein Manifest gegen die Auslöschung. Getragen von einer Suche nach Identität und Weitergabe, geht die Ausstellung über den familiären Rahmen hinaus und berührt das Universelle. Sie lädt jeden Betrachter ein, zum Wächter seines eigenen Gedächtnisses zu werden.
Alles beginnt im Jahr 2020, nach dem Tod seines Vaters. Seitdem indexiert, untersucht und reverkörpert sie dieses Erbe. Sie eignet sich diese Archive wie eine lebendige Erinnerung an. Es ist ein Akt des poetischen Widerstands gegen das Vergessen.
Diese erste Ausstellung in der Villa Tamaris enthüllt die Identität der zwölf fotografischen Mitglieder und die wichtigsten historischen Ereignisse, die sie festgehalten haben. Durch sie hinterfragt Die letzte Hüterin die Materialität des Bildes, seine semantische Kraft und die Transversalität des fotografischen Mediums.
Wer sind wir, wenn nicht die Summe der Wesen und Geschichten, die uns vorausgegangen sind? Welche Querschnittsbestandteile verbinden die Generationen? Das Gedächtnis wird greifbar, verkörpert in der Fotografie, um uns zu ermöglichen, den Menschen, die Geschichte und die Welt zu erkunden.