Seit dem Konkordat von 1801 will Frankreich den Staat mit der katholischen Kirche versöhnen, eine Beziehung, die sich seit der Revolution von 1789 stark verschlechtert hat.
Zwanzig Jahre später, trotz der politischen Instabilität in Frankreich, wurde die religiöse Praxis in Frankreich wiederbelebt und das Interesse an religiöser Musik und Orgeln wieder aufleben. In diesem Zusammenhang wurde 1819 die erste Orgelklasse des Pariser Konservatoriums gegründet, um Organisten auszubilden, die in der Lage waren, den Singengesang zu begleiten und für die Gottesdienste zu improvisieren. Um diese Aufgabe zu erfüllen, wurde François Benoist (1794-1878) zum Professor ernannt, eine Funktion, die er bis 1872 ausübte.
Ab 1826 wurde seine Klasse immer mehr besucht und wurde zu einer wahren Brutstätte für geschickte Organisten. Ab 1852 war sie nicht mehr nur eine Schule für Improvisatoren, sondern wurde auch zu einer Schule für Performer, in einer Zeit, in der ein wachsendes Interesse an Unterhaltungsmusik sowohl bei Konzerten als auch bei religiösen Gottesdiensten aufkam. Georges Bizet, César Franck, Jules Massenet, Camille Saint-Saëns usw. zählen zu seinen ehemaligen Schülern, die später berühmte Komponisten wurden.
Werke von
François Benoist und ehemalige seiner Schüler: Adolphe Miné, Alexandre Fessy, Alfred Lefébure-Wély, Edouard Batiste, César Franck, Théodore Salomé, Théodore Dubois und Alexis Chauvet.
Michel Poillot, orgel