TAKASHI ARAI
Die Geschichte von morgen
Takashi Arai, geboren 1978 in Japan, ist ein zeitgenössischer Daguerreotypister, der diese Technik nutzt, um sich mit dem Thema Atomkraft auseinanderzusetzen - einem besonders heiklen Thema in einem Land, das die Tragödien von Hiroshima und Nagasaki erlebt hat. und stellt sich seit 2011 den Folgen der Katastrophe von Fukushima.
Seine Entscheidung, den Daguerreotyp zu verwenden, trotz der Schwierigkeit des Prozesses, erklärt sich durch die symbolische Qualität eines unwiderlegbaren Zeugnisses, das er trägt. Einzigartiges Bild, das aus der direkten Einwirkung des Lichts entsteht, besitzt der Daguerreotyp einzigartige Eigenschaften: Mit unendlicher Präzision scheint er wirklich die zerbrechliche Spur dessen zu tragen, was die Platte "gesehen" hat., als ob eine Spiegelung der Welt in dieser silbernen und reflektierenden Platte gefangen bliebe, wie ein Spiegel.
Diese Ausstellung wird etwa dreißig Daguerreotypen unterschiedlichen Formats (von 6 x 6 cm bis 20 x 25 cm) zusammentragen, die hauptsächlich in der Stadt Hiroshima hergestellt wurden. Man sieht die Kuppel von Genbaku (Friedensdenkmal), Bäume, die die Bombe überlebt haben, aber auch belebte Straßen der heutigen Stadt, die von einer doppelten Sonne beleuchtet zu sein scheinen. Takashi Arai zeigt die Platte zweimal im Abstand von wenigen Minuten und zeigt auf dem Bild den Platz der Sonne zur Zeit der Bombe (8:15 Uhr) sowie den Blitz ihrer Explosion. Neben den Bildern der Stadt hat Takashi Arai Porträts im Daguerreotyp von jungen Menschen in Hiroshima gemacht, die heute 18 Jahre alt sind, und sie zu ihren Träumen und Zukunftsplänen befragt. Ein kurzer Text begleitet jedes Bild. Die "Zeitkapsel" des Daguerreotyps fängt so ihre Gegenwart für die Geschichte von morgen ein.