AUSGESETZTE MOMENTE 2027
Schreiben durch das Licht
In dem Wunsch, seine Vorschläge zur Öffnung für zeitgenössische Kunst im Gebiet von Montreuil und der Seine-Saint-Denis fortzusetzen und zu erweitern, entwickelt das Centre Tignous d'art contemporain jeden Sommer Moments Suspendus, eine starke Zeit, die dem künstlerischen Erwachen und dem intergenerationellen Austausch gewidmet ist.
Initiiert als ein Festival mit kostenlosen Workshops für kleine und große Kinder, richtet sich Moments Suspendus an junge Menschen von 0 bis 12 Jahren, ihre Familien, Verwandten und fröhlichen Begleiter, aber auch an ein erwachsenes Publikum, das auf zeitgenössische künstlerische Praktiken neugierig ist. Durch eine inklusive und zugängliche Programmgestaltung bekräftigt das Centre Tignous seinen Willen, die Kunst vom frühesten Alter an wieder in den Mittelpunkt des Alltags zu stellen, indem sensible, partizipative und kollektive Erfahrungen gefördert werden.
Für die Ausgabe im Juli 2027 möchte das Centre Tignous Moments Suspendus im Rahmen des Zweihundertjahrs der Fotografie aufnehmen, indem es ein speziell diesem Medium gewidmetes Programm anbietet, das sowohl in seiner historischen, künstlerischen als auch sozialen Dimension betrachtet wird. Das Kunstzentrum möchte diese Ausgabe Schreiben durch Licht nennen, in Bezug auf die griechische Etymologie des Wortes Fotografie.
Allgegenwärtig in den zeitgenössischen Gepflogenheiten seit der Kindheit, stellt die Fotografie ein bevorzugtes Werkzeug dar, um den Blick, das Gedächtnis, die Darstellung und die Konstruktion von Imaginären zu hinterfragen. Kinderalben, Porträts von Schulkindern, erste Erinnerungen: Fotografie ist ein wesentliches Medium, um die Zeit und erlebte Erfahrungen zu verfolgen.
Die vorgeschlagenen Workshops laden die Teilnehmer ein, die Fotografie in vielerlei Form zu entdecken: plastische Experimente, Lichteffekte, analoge und digitale Geräte, visuelle Erzählung, Verbindungen zwischen Standbild und zeitgenössischen hybriden Praktiken. Diese Workshops, die von in der Region ansässigen bildenden Künstlern in Zusammenarbeit mit dem Mediationsteam des Centre Tignous d'art contemporain konzipiert und geleitet werden, ermöglichen es, die Fotografie als eine zugängliche Sprache, einen Raum des Ausdrucks und einen Vektor der Übertragung zu betrachten.
Die Fotografie ist außerdem ein bereits stark ausgeprägter Schwerpunkt in der Programmgestaltung des Centre Tignous, mit zahlreichen Ausstellungen, Residenzen und Mediationsaktivitäten. Zwei Ausstellungen der Saison 2025-2026 zeugen besonders davon: Néo-Analog, eine Ausstellung zum Jahresende 2025, die von Evelyn Cohen und Michel Poivert gestaltet wurde und an der dreizehn fotografische Künstler teilnahmen, sowie Amnesia, eine im Winter-Frühling 2026 präsentierte Ausstellung, die die Begriffe des Bildes hinterfragt. Erinnerung und Erinnerung, durch mehrere Werke, die die Beständigkeit und das Auslöschen von Bildern hinterfragen.
Die Veranstaltung Moments Suspendus versteht sich somit als ein Moment des Austauschs und des Teilens, der die Vielfalt der lokalen künstlerischen Praktiken und den Reichtum der Blicke auf die Welt widerspiegelt. Dieser Höhepunkt der Sommerprogrammgestaltung zielt darauf ab, das Publikum für die Geschichte und die Entwicklungen des fotografischen Mediums zu sensibilisieren und gleichzeitig eine kreative, spielerische und kritische Aneignung des Bildes zu fördern.
Schließlich lädt diese Ausgabe Eltern und Kinder ein, gemeinsam eine im Juli 2027 im Centre Tignous präsentierte Gruppenausstellung zu entdecken, in der zeitgenössische Werke und Fragen rund um das fotografische Medium im Geist der Weitergabe, der Entdeckung und der Geselligkeit diskutiert werden.